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In Kooperation mit der Universität Duisburg Essen (Koordinator Tobias Bruckmann) und der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. hat der Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen einen Projektvorschlag im Rahmen der Ausschreibung für den bauma Innovationspreis 2019 eingereicht. Dieser hat es nun in die finale Auswahlrunde geschafft.

Im Zentrum des Projekts steht die Idee, die manuelle Arbeit auf der Baustelle mithilfe des Einsatzes von Seilrobotern zu reduzieren. Dass Baustellen noch weitgehend manuell betrieben werden, liegt u.a. daran, dass die notwendigen digitalen Daten bislang nicht zur Verfügung standen, um kosteneffizient geeignete Roboter zu programmieren und einzusetzen. Dieses hat sich jedoch mit der Einführung des Building Information Modeling geändert. Zudem sind konventionelle Industrieroboter schlicht zu klein, um großskalige Produkte wie Gebäude automatisiert zu errichten. Hier bieten parallele Seilroboter einen vielversprechenden Ansatz. Sie nutzen ein System von Seilen, die über Umlenkrollen und computergesteuerte Seilwinden eine Nutzlast entlang einer gewünschten Bahn führen. Da Seile nahezu beliebig lang sein können, werden enorm große Arbeitsräume möglich.

Der bauma Innovationspreis ist ein Gemeinschaftsprojekt unter der Führung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der bauma, des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB), des Zentralverbands des deutschen Baugewerbes (ZDB) und des Bundesverbands Baustoffe - Steine und Erden (BBS). Ausgezeichnet werden zukunftsfähige und wirtschaftliche Innovationen mit einem hohen Praxisnutzen, die einen Beitrag zur Energie-und Ressourceneffizienz oder zur menschengerechten Arbeitsgestaltung leisten. Die Auszeichnung wird am Vorabend der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte (bauma) verliehen, die vom 8. bis 14. April in München stattfindet.

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