TUNCONSTRUCT

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TUNCONSTRUCT

Die Überführung des europäischen Tunnel- und Kavernenbaus in eine High-Tech-Industrie, die in der Lage ist, kostengünstige, nachhaltige und neuartige Lösungen für gesellschaftliche Anforderungen anzubieten, ist dringend geboten. Im Rahmen des Verbundprojektes werden Fragestellungen des Tunnelbaus behandelt, die wesentlich dazu beitragen, die Lebensqualität der Bürger zu erhöhen, zum Beispiel durch Verminderung der Verkehrsbelastung und der damit verbundenen Verschmutzung sowie Lärmbelästigung. Durch Verlagerung der Infrastruktur unter die Erde werden oberirdische Flächen frei.
 

Im Projekt werden Methoden entwickelt, die eine genaue Risikoabschätzung, aber auch den Einsatz innovativer Materialien bzw. Techniken ermöglichen und - im Vergleich zum heutigen Stand - zu qualitativ höherwertigeren, vor allem auch zuverlässigeren Bauabläufen führen. Hauptziel ist deswegen die Entwicklung und Erprobung einer integrierten Tunnelkonstruktionsplattform (Underground Construction Integrated Platform, UCIP), die alle Aspekte im Lebenszyklus eines unterirdischen Bauwerks von der Planung bis zum Betrieb einschließt. Hierdurch werden Tunnelbauwerke ökonomischer (eine Verminderung auf ca. 30% der heutigen Baukosten und -zeiten kann erwartet werden), sicherer und umweltfreundlicher. Der unterirdische Raum kann folglich in zunehmendem Maße dazu genutzt wird, die drängenden Probleme zu lösen, mit denen die europäische Gesellschaft in den nächsten 20 Jahren konfrontiert sein wird. Typische Probleme sind: Die verkehrliche Mehrbelastung (für den Schwerlastverkehr ist beispielsweise mit einer Steigerung um 60% von 2000 bis zum Jahr 2020 zu rechnen), die steigende Urbanisierung ("Megastädte"), der Platzmangel und die Verschmutzung von Luft und Wasser.


Die Forschungsergebnisse sorgen zudem dafür, dass die europäische Industrie auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger wird. Am integrierten Projekt TUNCONSTRUCT nehmen die Hauptakteure der europäischen Bau-Industrie, Forschung und Wirtschaft teil. Das Konsortium besteht aus 42 Partnern aus 11 Mitgliedsländern; es verwaltet ein 4-Jahres Budget von fast 26 Millionen Euro.

Projektdaten

Titel: Technology innovation in underground construction

Art: Part of a EU Integrated Project

Antragsteller: Prof. em. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dietrich Hartmann

Bearbeitung: Dipl.-Ing. Ingo Mittrup, Dipl.-Ing. Kai Oberste-UferDr.-Ing. Dipl.-Inform. Karlheinz Lehner

Kontakt:
Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen
Gebäude IA, Raum 6/147
Universitätsstraße 150
44780 Bochum

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